Unsere Tauschabende in der Dürnitz im Alten Schloss können Sie unter der Rubrik "Termine" finden.
Die Tauschtage beginnen um 19.00 Uhr
Ihr Briefmarkensammler-Verein Gaildorf
Offener Vortrag im Dürnitzsaal
China - exotisch, vielfältig und manchmal auch ganz schön selten.
Mit einem Bildvortrag startet der Briefmarkensammlerverein Gaildorf am Montag, den 06.07.2026 um 19 Uhr in Gaildorf sein diesjähriges Informationsangebot nicht nur für Briefmarkensammler. Für das Sammelgebiet China ist Walter Haveman den Besuchern ein kompetenter Referent, Fachmann und Prüfer. Er steht den Besuchern an diesen Abend auch als fachkundiger Ansprechpartner zur Verfügung. Der Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft China beleuchtet ein höchst interessantes Sammelgebiet. Dabei sind die geschichtlichen Hintergründe aber auch die exotischen Motive nicht nur für Briefmarkensammler interessant. Gehen Sie mit ihm auf eine kurzweilige Reise durch China.
Da in China die Nachfrage nach frühen Marken des eigenen Landes sehr groß ist, sind manche Ausgaben im Preis geradezu explodiert. Das betrifft nicht nur die frühen Markenausgaben der Kaiserzeit. Wer in den 50- und 60ziger Jahren die Volksrepublik China als Sammelgebiet auswählte bekam eine weit überdurchschnittliche Wertentwicklung seiner Briefmarkensammlung. Damals waren die häufigen politischen Motive im Ausland wenig beliebt. Briefmarkensammeln selbst war in China noch nicht weit verbreitet. Mit dem Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht wuchs auch das Interesse an der eigenen Geschichte und die finanziellen Möglichkeiten der Sammler dort. Die große Nachfrage stand einem weltweit begrenzten Angebot gegenüber. Die Preise stiegen für viele seltene aber dekorative Ausgaben. Zudem hat das Briefmarkensammeln in ganz Asien länger seinen hohen Stellenwert erhalten können.
Gestiegene Preise führen aber auch gerne zu Nachdrucken und Fälschungen. Worauf also beim Sammelgebiet China achten? Auch dazu gibt es Hinweise von Haveman, der selbst auch die Ausgaben Chinas prüft.
Aber auch Deutschlands Philatelie hat einen Bezug zu China: Das Deutsche Reich hielt von 1898 bis 1914 mit dem Pachtgebiet Kiautschou (in der Provinz Shandong) ein offizielles Schutzgebiet in China, dessen Hauptstadt Tsingtau (heute Qingdao) war. Dort gab es auch eine deutsche Post mit eigenen Markenausgaben. Noch heute ist die damals von Deutschen gegründete Brauerei "Tsingtao" die größte Brauerei in China.
Axel Brockmann