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Nächster Tauschabend: Montag, 10. Oktober 2022, ab 19.30 Uhr (3. Oktober ist Feiertag!)
Darauffolgender Tauschabend: Mittwoch, 19. Oktober 2022, ab 18.00 Uhr Jugendliche, ab 19.30 Erwachsene

Wir freuen uns auf Sie!


Ihr Briefmarkensammler-Verein Gaildorf

Vorstand im Amt bestätigt
Gaildorfer Briefmarkensammler blicken bei HV im März auf zwei Corona-Jahre zurück

Auf  keine einfache Corona-Zeit konnten die Sammlerinnen und Sammler im  Gaildorfer Briefmarkensammlerverein (BSV) bei ihrer  Jahreshauptversammlung im Dürnitz-Saal zurückblicken. Viele  Vereinstreffen und traditionelle Veranstaltungen mussten ausfallen oder  konnten nur unter erschwerten Corona-Bedingungen stattfinden. So musste  auf die traditionelle Weihnachtsfeier und Vortragsveranstaltung oder das  sommerliche Gartentreffen verzichtet werden. Darunter hat auch die  Mitgliederzahl bei den Erwachsenen Sammlern gelitten. Die Jugendgruppe  konnte erfreulicherweise ihren Mitgliederstand halten. Bei den Wahlen im  März 2022 wurde nun der bisherige Vorstand im Amt bestätigt.

Geehrt  werden konnten bei der Hauptversammlung Maximilian Rupp (10 Jahre  Mitglied - Jugend), Helmut Bauer (15 Jahre), Wolfgang Kreuzer und  Bernhard Scheu (25 Jahre) und Jürgen-Rüdiger Faust (40 Jahre). Für  Walter Greiner aus Rosengarten waren es sogar 50 Jahre  Vereinszugehörigkeit und Mitgliedschaft im Bund Deutscher Philatelisten.  Neben Nadel und Urkunde gab es für alle Geehrten auch ein kleines  Präsent.

Der  Vorstand wurde von der Hauptversammlung in der bisherigen  Zusammensetzung im Amt bestätigt (siehe Bild). Kurt Schary, bisher  Beisitzer, wurde zum Kassenprüfer gewählt.
 
Für  2022 hofft der Verein unter seinem wiedergewählten Vorsitzenden  Bernhard Scheu mit der Durchführung einer regionalen  Wettbewerbsausstellung die Tradition der GABRIA-Ausstellungen  weiterführen zu können. Bei einer solchen Ausstellung können sich  Teilnehmer mit ihrem Exponat für die Teilnahme an Nationalen  Ausstellungen direkt qualifizieren. Gleichzeitig bietet eine solche  Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen von  Briefmarkensammlern aus der Region und den benachbarten Ländern. Sammler  mussten in der Corona-Zeit auf viele Treffen verzichten. Diese  Begegnungen wollen die Aktiven im BSV Gaildorf nun nachholen. Die  Ausstellung wird am 05. und 06.November 2022 in der Limpurghalle  stattfinden. Zusätzlich zur eigentlichen Ausstellung mit einer Abteilung  junger Philatelisten sind ein Großtauschtag mit Handelsbereich und der  Einsatz eines Event-Teams der Deutschen Post geplant. Anmeldungen zur  Ausstellung sind noch möglich.

Axel Brockmann
Vorstand der Briefmarkensammler: Joachim  Rupp (Kasse), Axel Brockmann (Stellvertreter Vorsitzender), Bernhard  Scheu (Vorsitzender), Hartmut Wolf (Schriftführer) und Klaus Schumm  (Geschäftsführer)   
Für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet: Walter Greiner aus Rosengarten
Bilder: Günter Schary
Die GABRIA 2022 wirft ihre Schatten voraus!

Wir laden alle Sammlerinnen und Sammler dazu ein, diesmal zur Ausgestaltung der großen Ausstellung Exponate zur Verfügung zu stellen!


Der bisher geplante Stempel für die GABRIA mit dem Vogel des Jahres 2022
Österreich kann es - wir könnten es doch auch? - Briefmarkensammler unterstützen die Ukraine
Während die schrecklichen Meldungen über Krieg und die Verbrechen an der Zivilbevölkerung sich überschlagen, Menschen in Europa fliehen müssen, gibt es auch immer wieder schnelle Hilfsaktionen. Briefmarkensammler wissen zu helfen: Mit Zuschlagsmarken zum Elbe-Hochwasser oder bei den Flüchtlingen aus dem Kosovo hat die Deutsche Post bewiesen: Bei besonderen Ereignissen können Sammler und jeder der einen Brief mit dieser Marke verschickt, helfen. Für die Ukraine war es nun unser Nachbar Österreich, der mit einer Briefmarke vielen Menschen die Möglichkeit gibt, einfach und schnell helfen zu können. Die Aktion von unicef und ORF-Nachbar in Not wird mit einer Zuschlagmarke unterstützt. Von jeder Marke gehen zwei Euro als Spende an die Ukraine-Hilfe.
Grund genug auch für die Gaildorfer Briefmarkensammler eine Unterstützung für die Ukraine-Hilfe durch eine Zuschlagmarke zu fordern. Mit der Verwendung einer solchen Marke kann Solidarität mit den Menschen gezeigt werden. Auch der Empfänger des Briefes wird so auf diese Aktion hingewiesen. Zudem wird mit dem Zuschlag ein kleiner Hilfsbeitrag geleistet.

Briefmarkensammler, die mit ihrer Sammlung "komplett" sein wollen, sind zwar nicht immer glücklich über Zuschlagmarken. In dieser besonderen Situation sollte aber keine Möglichkeit der Hilfe ausgelassen werden, betont Axel Brockmann, stellvertretender Vorsitzender im Gaildorfer Briefmarkensammlerverein. Wir hatten uns bereits zu Beginn der Corona-Zeit eine Zuschlagmarke zur Unterstützung von Betroffenen gewünscht. Die Deutsche Post hat damals zwar keine eigene Markenausgabe herausgegeben; mit Motiven zur Internet-Marke, Stempeln in den Briefzentren und anderen Aktionen hat die Deutsche Post aber schon reagiert. Damals waren die Schweiz und Österreich schon mit Zuschlagausgaben dabei. Vielleicht können wir es diesmal besser?

Statt hohen Zuschlagsbeträgen findet Brockmann kleiner Beträge sinnvoll. Wenn der Brief statt 85 Cent einen Euro kostet, also 15 Cent Zuschlag anfallen, bringt es eben die Menge. Die Postkunden kaufen ohnehin meist gleich mehrere Marken. Und wenn Geschäftskunden diese Marken auch nutzen würden, wäre das bei den Millionenauflagen heutiger Markenausgaben auch eine tolle Sache. Bereits heute mit dabei: Ein privater Postanbieter. Dort kostet der Brief insgesamt nur 85 Cent und damit nicht mehr als bei der Deutschen Post. Fünf Cent sind dabei als Ukraine Hilfe schon mit bezahlt.   

Meldung vom 08.04.2022:                
       
Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine
im Bund Deutscher Philatelisten e. V. (LSW):

"Postwert-Zeichen setzen":  
Vorschlag einer Briefmarke zugunsten der Ukraine-Hilfe in Deutschland
      
Der Landesverband Südwest unterstützt eine Initiative des "Briefmarkensammlerverein Gaildorf e.V.", der eine Ukraine-Zuschlagsmarke fordert.
      
Der stellvertretende Vorsitzende, Axel Brockmann, sagt dazu: "Österreich  kann es - wir könnten es doch auch? - Briefmarkensammler unterstützen die Ukraine." Dieter Schaile, Vorsitzender des LSW, verweist mit Blick auf die emotionale Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyj vor dem Deutschen Bundestag am 17. März 2022 auf die Verantwortung, die wir alle haben, und damit auch die Briefmarkensammler.
      
Die Herausgabe einer solchen Marke ist natürlich allem voran eine politische Entscheidung. Das kann den Entscheidern nicht abgenommen werden.
      
"Bei besonderen Ereignissen können Sammler und jeder, der einen Brief mit dieser Marke verschickt, helfen", so Brockmann. Wird (seitens der Post) hinreichend geworben und sind die Marken auch in den kleinsten Post-Agenturen erhältlich, so können die Schalterkunden den Sammlerbedarf noch deutlich überrunden. Jeder so verschickte Brief hilft nicht nur, er wirbt auch beim Empfänger für die Verwendung einer solchen Briefmarke und rückt das Thema weiter in das Bewusstsein.
      
Die Sammlerschaft freut sich nicht generell über jede Zuschlagsmarke. Anders ist es, wenn eine Ausgabe auf ein breites Interesse stößt. Und das ist von einer solchen Ukraine-Ausgabe zu erwarten.
      
Auch wird die Ukraine-Krise aller Voraussicht nach leider noch länger anhalten. Für eine solche Marke ist es also noch nicht zu spät.
     
85 + 15 Cent = 1,00 Euro: Damit eine solche Briefmarke vom 'normalen'  Briefeversender beachtet  wird, ist ein kleinerer Betrag sinnvoll. Brockmann: "Wenn der Brief  statt 85 Cent einen Euro kostet, also 15 Cent Zuschlag anfallen, bringt es eben die Menge." Auch ein Angebot mit selbstklebenden Marken wäre empfehlenswert.
Vielleicht könnte die Deutsche Post mit einer Zusatzspende von 15 Cent pro verkaufter Marke nochmals ihre Solidarität zeigen?
Das Bundesfinanzministerium könnte gegenüber der Deutschen Post auf die Lizenzgebühren verzichten?
      
Auch andere Zuschlags-Modelle sind möglich: 0,85  + 1,00 Euro: Schalterkunden würden wahrscheinlich nur kleinere Mengen kaufen und versenden.
Österreich z. B. hat am 31. März 2022 eine Marke zu 1,00 + 2,00  Euro ausgegeben. Die Auflagezahl von 200.000 Stück deutet allerdings nicht auf einen erwarteten Verkaufsschlager am Schalter hin.

                          
Herausgeber  der Briefmarken in Deutschland ist das Bundesfinanzministerium, nicht die Deutsche Post AG, die 'nur' Vertreiber (und Zahler) ist. Mit der Privatisierung der Deutschen Bundespost blieb die Herausgabe der Marken in staatlicher Hand; deshalb auch ist auf den Marken "Deutschland" zu  lesen.
                            

Zum Hintergrund von Zuschlagsmarken:
            
Briefmarkensammler kennen sich aus mit Zuschlagsmarken, gerade in Deutschland. Denn das  Land ist "Weltmeister" bei der Herausgabe der Briefmarken mit einem zusätzlichen Betrag für gemeinnützige Projekte. Regelmäßig erscheinen Marken für die Wohlfahrtspflege, die Jugend, den Sport, den Umweltschutz oder zur Förderung der Philatelie.
      
Seit  2008 werden sie seitens des Bundesfinanzministeriums und der Deutschen  Post AG "Plus-Marken" genannt. Auf den Randstücken ist ein aus fünf  Punkten bestehendes "+"-Zeichen und der Schriftzug "Gutes tun - Mit Briefmarken helfen" abgedruckt.
      
In der  Regel lautet der Zuschlagsbetrag auf maximal 50% des Portowertes. Ausnahmen von dieser Begrenzung werden bei Katastrophen-Anlässen gemacht, was man im vorliegenden Fall sicher als gegeben voraussetzen kann.
      
Bei der  schnellen Herausgabe von Katastrophen-Zuschlagsmarken ist man beim  Bundesfinanzministerium eher zurückhaltend geworden, auch die Deutsche  Post hat ihre Erfahrungen gesammelt. Die Suche nach einem geeigneten Motiv, das Finden von seriösen Geld-Empfängern, der Druck und der anschließende Vertrieb an die Schalter benötigt wohl mindestens acht  Wochen. So manche Katastrophe war bis dahin schon wieder vorbei und in den Medien nicht mehr präsent. Folge war, dass eilends hergestellte Marken in größerer Stückzahl an die Schalter kamen, die Nachfrage aber nur kurz anhielt.
      
Auch die  Sammlerschaft ist - wie erwähnt - nicht immer begeistert, da sie oft die fast einzigen Abnehmer bleiben. Man will die Sammlung komplett halten, deshalb wird gekauft, nicht primär, weil man 'freiwillig' helfen will. So werden Zuschlagsmarken nicht selten als "Sonder-Steuer" für Sammler empfunden.
      
Zwei Beispiele:
"Kosovo-Hilfe" (27.04.1999): 1,10 + 1,00 DM, Michel-Nr. 2045, Auflage: 3.110.000 Stück (gedruckte Zahl nicht bekannt). Die Kosovo-Marke lag nur bei ca. 500.000 Stück über dem damaligen  Sammlerbedarf. Zum Vergleich, die verkaufte Auflage der  110er-Weihnachtsmarke 1999 notiert  bei 7.780.000 Stück, also bei mehr als dem Doppelten der Kosovo-Marke.
      
Besser sah die Auflagen-Bilanz schon bei der Marke "Hilfe für die  Hochwassergeschädigten" vom 8. August 2002 aus (Michel 2278). Die insgesamt vier Druck-Auflagen brachten es zusammen auf 6.740.000 verkaufte Marken zu 56 + 44 Cent.      
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